Wertvolles Gut Gesundheit

In den vergangenen Jahren wurde der Wiederaufbau des Krankenhauses (District Hospital of Humla) in Simikot von Nepal Trust Austria finanziert und durch spezielle Einsatzteams erfolgreich und dauerhaft aufgebaut wie etabliert.

Wir stellen damit eine bestmögliche medizinische Grundversorgung der Bevölkerung in der Region Humla sicher und schützen das wertvollste Gut der Menschen, ihre Gesundheit.

Berichte

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit

Mit unseren regelmäßigen Fotoausstellungen klären wir die westliche Zivilbevölkerung auf. Damit verbinden wir Kunst und soziales Engagement als unseren entwicklungspolitischen Bildungsauftrag.

Die österreichische Hilfe von Nepal Trust Austria, die in Nepal ankommt, trägt sichtbare Früchte und scheint essentiell und nachhaltig zu sein. In ein exotisches Land wie Nepal eintauchen zu dürfen und einen konkreten Beitrag in einem der ärmsten Länder der Welt zu leisten, bedeutet nicht zuletzt eine Perspektivenerweiterung und eine Veränderung der individuellen Wahrnehmung des eigenen Handelns als fachspezifische und persönliche Lebensbereicherung. Durch diese unmittelbare Nähe von Armut, Krankheit, Bescheidenheit und zugleich Reichtum an Lebensfreude, in Verbindung mit der Erfahrung essentiell zu helfen, erwachen verborgene Wertigkeiten, die unser westliches Lebensbild und unsere Wahrheiten in Frage stellen sollten.

Link Mahila Avaz Fotoausstellungen

Nepal Trust Austria unterstützt nachhaltig

Das Team Nepal Trust Austria (NTA) mit seiner lokalen Partnerorganisation Nepal Austria Partnership Organisation (NAPO) ist seit 15 Jahren in der Region Humla (Nordwesten von Nepal, Grenze Tibet) im Bereich Health Service effektiv tätig.
Unsere Ziele fokussieren sich auf die nachhaltige Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes, der medizinischen Infrastruktur, gesundheitlichen Wissens der Bevölkerung und im Speziellen auf die Senkung der mütterlichen und kindlichen Mortalitätsrate in Humla. Mit unserer ganzheitlichen Entwicklungszusammenarbeit befähigen wir Menschen auf lange Sicht sich selbst zu helfen. Mahila Avaz

Berichte

Health Camps

Im Rahmen unserer Organisation Nepal Trust Austria führen wir regelmäßig Einsätze mit unterschiedlichsten medizinischen Schwerpunkten durch, die sich aus erfahrenen Teams österreichischer ÄrztInnen und medizinischem Fachpersonal zusammensetzen. Damit stützen wir zusätzlich mit einem breit gefächerten Spektrum an medizinischer Hilfestellung die bestehende Infrastruktur vor Ort. Die Schwerpunkte erstrecken sich vor allem von Gynäkologie, Geburtshilfe und Pädiatrie, über Pulmologie, Dermatologie bis zur Allgemeinmedizin.
Unsere Health Camps erstrecken sich in der Regel über 4 Wochen, um eine Kosten-Nutzen-Balance zu gewährleisten. Der am stärksten leidtragende Teil der Bevölkerung sind Frauen, Mädchen, Kinder und Neugeborene. Ein rigides Kastensystem und eine unbeugsame Clankultur führen zu Zwangsheirat mit 14 Jahren, einer Schul-Dropout Rate für Mädchen bis zu 100 % und dem Los, bereits in jungen Jahren als harte Arbeiterinnen eingesetzt zu werden. Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen sowie das menschenverachtende Chaupadi-Ritual, das Frauen in der Zeit ihrer Menstruation und ein Monat lang nach Geburten von ihrer häuslichen Unterkunft verbannt, ziehen schwere Infektionskrankheiten, Erfrierungen und physische wie psychische Traumata von Mutter und Kind mit sich. Durch das Errichten von Health Posts erreichen wir auch die Bevölkerung entlegener Gebiete Humlas.

Im Rahmen dieser sinnstiftenden Einsätze, die jenen Menschen unmittelbar zugutekommen, übernehmen wir die Integrationsplanung, Koordination, Informationsaustausch sowie das Einholen sämtlicher Genehmigungen vor Ort für alle Teammitglieder.

Nepal Trust Austria Erdbebenhilfe

Im Jahre 2015 erschüttert ein schweres Erdbeben Nepal. Unmittelbar danach beteiligen sich hunderte Menschen an einer NTA Spendenaktion. Mit rund 30.000 Euro macht sich der bekannte Tiroler Bergsteiger R. A. Mayr, Autor und Nepalexperte, auf den Weg, um Hilfsgüter in Form von Zelten, Zeltplanen, Schlafsäcken, Daunenjacken, Lebensmittel und medizinischen Hilfsgütern einzukaufen und mit Maultierkarawanen, unterstützt von Sherpas und zahlreichen Trägern in die zerstörten Regionen zu transportieren und unter den Obdachlosen zu verteilen.

DI Frosch, ehem. Obmann von Nepal Trust Austria, fliegt im Oktober 2015 selbst nach Nepal. Gemeinsam mit den Eltern des Extremkletterers David Lama aus Tirol verteilt er Spendengelder und Hilfsgüter im Wert von 15.000 Euro direkt an Erdbebenopfer in der betroffenen Region Langtang, die nach wie vor in einer riesigen Zeltstadt des chinesischen roten Kreuzes leben.

Ein herzliches DANKE an alle, die in dieser Zeit mit ihrer raschen Spende großartige Unterstützung möglich gemacht und Menschen in größter Not geholfen haben. Alle Spendengelder kamen korrekt sowie nachvollziehbar zum Einsatz und zur Gänze den Erdbebenopfern zu gute. Wir geben damit Menschen in der Krise Hoffnung und die Möglichkeit eines Neubeginns.

Berichte

Beendigung geschlechtsspezifischer Gewalt

Mit unserem Projekt Mahila Avaz haben uns zum Ziel gesetzt, nepalesische Frauen und Mädchen zu stärken, damit sie aus eigener Kraft das Ende von geschlechtsspezifischer Gewalt fordern, fördern und erreichen. Unser Frauenhaus bietet Schutz vor Gewalt, in unseren bereits laufenden Frauengruppen wird lebensnahes Wissen auf sozialer, ökonomischer, ökologischer und gesundheitlicher Ebene vermittelt und somit Aufklärungsarbeit der Bevölkerung Humlas vorangetrieben. Unsere landwirtschaftlichen Trainings befähigen Frauen selbst Gemüse anzubauen, von der Pflanzensetzung, dem Nähstoffkreislauf und der richtigen Kompostierung, Bewässerung bis hin zur vertikalen Landwirtschaft und einer Gewächshausbewirtschaftung erlernen sie eigenständig Lebensmittel zu produzieren. In dem von uns gegründeten Frauenradio wird vermitteltes Wissen verbreitet und somit vielen Menschen zugänglich gemacht. Das Einbeziehen der Gemeinschaften in die Konzepterstellung und das Monitoring ist von großer Bedeutung, Diskussionsrunden und Männergruppen sind wichtiger Teil davon. Nicht zuletzt liegt auch ein großer Schwerpunkt in unserer Aufklärungsarbeit der westlichen Zivilgesellschaft. Fotographie- und Kurzfilm Ausstellungen in Österreich untermauern unseren Einsatz, nicht zuletzt auch um Spendengelder zu generieren.

Maternity

Unsere errichtete Maternity bietet Frauen in Humla die Möglichkeit, in Geborgenheit und medizinischer Sicherheit ihre Kinder zu gebären. Von Nepal Trust Austria größten Teils finanziell unterstützt und aufgebaut, ist sie ein wichtiger medizinischer und sozialer Treffpunkt für Frauen. Es herrscht ein lebhaftes, farbenfrohes Treiben in diesem kleinen Steingebäude mit vier Räumen. Frauen erhalten hier kostenlos Progesteron Depots, Implantate, die Pille oder Kondome zur Empfängnisverhütung. SS Tests werden gemacht, vaginale Untersuchungen, Schwangerschaftsvorsorge, Kontrolle und Geburten. Die ortsansässigen Hebammen von Simikot arbeiten sehr selbständig, ohne ärztliche Aufsicht, es gibt kaum etwas, was außerhalb ihres Kompetenzbereiches liegt. Sie sind durch Unterstützung von Nepal Trust Austria der letzten Jahre spezifisch ausgebildet und versiert in Ultraschalluntersuchungen, nicht nur zur Biometrie und Erkennung von Regelwidrigkeiten während der Schwangerschaft, Früh- oder Mangelgeburten, auch Organultraschall wird von zwei routinierten Hebammen durchgeführt. Ihr medizinisches Wissen und ihre Zuständigkeit reicht weit über das übliche Berufsbild hinaus

Berichte

Wir gehen sorgsam mit Ihrer Spende um

Da die Mitarbeiter von Nepal Trust Austria ausschließlich ehrenamtlich tätig sind, ist es uns möglich, ohne jegliche Verwaltungskosten betroffenen Menschen in Nepal zu helfen. Ihre Spende kommt zur Gänze Menschen in Not zu gute. Einen Dank an alle, die unsere Sichtweise teilen, die mit ihrem Einsatz den Menschen in Humla mehr Aussicht auf Gesundheit und damit Zukunft schenken.

Mahila Avaz

Starke Frauen für ein Ende der Gewalt.

Mahila Avaz – Womens Voice, unser derzeitig Hauptprojekt 2017 bis 2020
Frauen und Mädchen in Nepal sind in einer stark patriarchalisch orientierten Gesellschaft täglich mit Diskriminierung konfrontiert, vor allem jene im Nordwesten des Landes. Körperliche und psychische Gewalt, Unterdrückung, kein oder reduzierter Zugang zu Bildung, Kinderehen, Ausbeutung, Arbeitsüberlastung und vieles mehr gehören zum Alltag von Humlas Mädchen und Frauen.
Die Tradition Chhaupadi isoliert Frauen und Mädchen während ihrer Menstruation bis zu 7 Tage, und nach der Geburt eines Kindes bis zu 30 Tage, und zwingt sie, in Höhlen, Ställen oder Holzverschlägen zu übernachten, wo sie Hunger, Krankheit, Erfrierungen, sexuellen Übergriffen, Entführungen und Angriffen wilder Tiere schutzlos ausgeliefert sind. Seit 2015 ist die Tradition Chhaupadi in Nepal gesetzlich verboten, wird aber in den ländlichen und abgelegenen Regionen weiterhin praktiziert.

Unser aktuelles Projekt Mahila Avaz – Women’s Voice hat sich die Beendigung von geschlechtsspezifischer Diskriminierung und Gewalt durch ein mehrschichtiges Angebot an Frauen, aber auch unter Einbeziehung der Männer, auf individueller und gemeinschaftlicher Ebene zur Aufgabe gemacht. In unserem 2018 eröffneten Frauenhaus finden Frauen und Mädchen Schutz bei häuslicher Gewalt und ebenso während der kulturellen Gewalt Chhaupadi. Unser Frauenhaus bietet den Rahmen für eine Reihe an kompetenzerwerbenden Aktivitäten wie Frauengruppen, Arbeitswerkstätten, Landwirtschaftstrainings und Frauenradio.

http://womens-voice.at/

Hospital Maternity

Unterstützung des Krankenhauses in Simikot

Seit 2002 haben wir unseren Fokus auf den Ausbau des Hospitals und einer Maternity in Simikot gelegt.

Regelmäßige Durchführung von Health Camps mit gesundheitsbezogenen Schwerpunkten, Schulungen von Hebammen und Health Workers durch gemeinsames Arbeiten, mit dem Ziel die Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung grundlegend zu verbessern, wurde wie geplant nach 15 Jahren weitgehend erreicht.

Die Unterstützung des Hospitals wird aber auch weiterhin Ziel bleiben – in Zukunft jedoch mit Schwerpunkt „Hilfe zur Selbsthilfe“.